10. Dark Storm Festival 2006 - 25. Dezember 2006 - Stadthalle - Chemnitz

Eminence of Darkness hatten als Opener des 10. Dark Storm Festivals mit ihrem Electro-Waverock einen schweren Standpunkt in der Stadthalle Chemnitz und versuchten vergeblich das Publikum zu begeistern. Die Massen strömten erst zu Welle:Erdball in die große Halle. Nach dem ersten Song mit Video-Liveprojektion, kam erst einmal ein „Guten Abend Karl Marx Stadt“! Welle:Erdball konnten wie immer überzeugen und man konnte zudem auch Alf und Honey später im Publikum zu einem persönlichen Gespräch antreffen.

Tanzwut sorgten mit ihrem brachialen Mittelalter-Elektro-Sound wieder für Stimmung bis in die letzte Reihe. Nun öffnete auch der kleine Floor seine Tore und startete mit Implant, welchen ich aber nur einen kurzen Fotobesuch abstattete und anschließend wieder meiner Wege ging. Implant scheint am wenigstens auf dem Dark Storm Festival angekommen zu sein, da die Band vor einem fast leeren Saal spielte.

Diary of Dreams, die Formation um Adrian Hates, konnten mit ihren aktuelleren Songs wie „Giftraum“ oder „The Curse“, aber auch mit den älteren Hits wie Chemicals und Traumtänzer ihre Fans wieder zum träumen bringen.

Pünktlich um 22.00h kamen Agonoize auf die Bühne, um direkt Vollgas zu geben. Besonders der eigene Fanclub kam hierbei voll auf seine Kosten und sorgte für ordentlich Stimmung in den ersten Reihen. Die Show an sich zeigte die bekannte Mischung aus Provokation und energiegeladenen Musikern. Da der Auftritt auf 50 Minuten angesetzt war, beschränkte die Band sich auf ihre Dancefloorfeger der letzten Jahre und natürlich BängBäng Goodbye und Koprolalie vom neuesten Werk. Insgesamt war der Auftritt genau so, wie man ihn erwartet hat, aber trotzdem einer der kurzweiligsten des Festivals.

Auf dem Mainfloor wurde die Bühne inzwischen für Blutengel vorbereitet. Die Auftritte von Blutengel, der Band um Mastermind „Chris Pohl“ sind immer eine „Show“ der besonderen Art. Mystisch und düster, Mönche mit Fackeln, „CP“ mal mit Gehstock, mal im Sessel, so findet die Show auf der gesamten Bühne als eine Art Theaterstück mit musikalischer Unterstützung statt. Untermalt wird die ganze Show noch mit einigen pyrotechnischen Effekten. Instrumente sieht man hier keine, einzig und allein der Gesang kommt nicht von der Disk.

Kommen wir wieder zum kleinen Saal. Nach Agonoize waren nun die Elektropopper von DE/VISION an der Reihe. Leider gab es hier technische Schwierigkeiten, wie zum Bsp. dass die Monitorboxen ausgestiegen waren. Nichts desto trotz lieferten die Jungs eine angenehme Show ab. Eine gute Mischung aus altbekannten Hits und neuen, aktuellen Songs wie z.B. die Single "Love will find a way". Das Highlight war "Your Hands on my Skin", welches schon Tradition ist, denn dabei sind die Fans aufgefordert, lautstark mitzusingen. Das taten dann auch die meisten. Alles in allem, trotz technischer Schwierigkeiten ein gelungener Auftritt.

Der Headliner des Abends - Covenant - hatte leider einen krankheitsbedingten Ausfall zu beklagen und so sprang Daniel Myer (ua. Haujobb, Destroid) für „Clas Nachmanson“ ein und machte als Ersatzmann für das erkrankte Covenant Mitglied eine gute Figur! Mit dem Song „20 Hz“ begann der unvergessliche Gig der Schweden um Mastermind „Eskil Simonsson“. Obwohl ein Teil der Besucher bereits nach dem Auftritt von Blutengel gegangen war, war der große Saal noch gut gefüllt und schon nach den ersten Tönen tobten die Massen. Die Schweden verstehen es wirklich, mit ihrem Electro und ihrer grandiosen Lightshow das Publikum für sich zu gewinnen.

Nach ca. 60 min war nun also das 10. Dark Storm Festival zu Ende und die meisten Besucher gingen vermutlich mit dem Gefühl, ihr Geld richtig investiert zu haben, nach Hause.

So am Rande gab es nur Kleinigkeiten zu beklagen:

Am kleinen Saal find ich es immer komisch, dass alle Besucher am Eingang herumstehen müssen, jeder denkt, der Saal ist gerammelt voll und wenn man sich durch 5, 6 Leute durchzwängt, ist die Halle leer! Hier sollte man doch den einen oder anderen Security postieren, der dann den Eingangsbereich zum kleinen Saal freihalten sollte. Die Abendkasse wurde auch etwas komisch konzipiert, erst rein, zahlen und dann wieder raus, am normalen Eingang anstellen, um wieder in die Halle zu kommen - auch dies hätte man mit 2 weiteren Wachmännern anders Regeln können und die Leute gleich zu dem Eingang reinlassen, an dem sie schon Stunden zuvor anstanden, ohne dann am anderen auch noch mal diverse Minuten in der Kälte stehen zu müssen. Zudem war das Essen (Wiener und Baguettes) recht schnell alle, offenbar hat man nicht mit so vielen Leuten oder so viel Hunger gerechnet und dann hat auch noch der McD zu.


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